Premiere soll 2027 umso stärker starten
Ein neues Regattaformat für die gesamte Förde stößt auf großes Interesse
Die Premiere des Flensburger Förde Finales wird nicht wie geplant im Jahr 2026 stattfinden. Die Initiatoren, der Yacht-Club Langballigau (YCLL), der Flensburger Segel-Club (FSC) und der Flensborg Yacht Club (FYC), haben sich gemeinsam dazu entschieden, die Veranstaltung auf 2027 zu verschieben.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind mehrere kurzfristige Ausfälle in potenziellen Teams, insbesondere durch Mastschäden und damit verbundene Ausfälle von Booten. Dadurch kann die für das neue Format erforderliche Zahl konkurrenzfähiger Mannschaften nicht erreicht werden. Ein sportlich aussagekräftiger Wettbewerb, der den eigenen Ansprüchen an Fairness und Qualität gerecht wird, wäre unter diesen Umständen nicht gewährleistet.
Die Entscheidung fällt den Organisatoren nicht leicht, denn das Konzept des Flensburger Förde Finales hat bereits im Vorfeld viel positive Resonanz erfahren. Das neue Event soll Read More
Die Double Rundt hat sich längst zu einer weit über die Region hinaus bekannten Regatta entwickelt. Während die Teilnehmer des Yachtclubs entspannt im Starthafen Langballigau auf den Check-in am Freitagabend warteten, hatten die auswärtigen Crews ihre ganz eigene Regatta bereits hinter sich: Die Anreise aus Wismar, Hamburg, Kiel, Eckernförde, der Schlei oder natürlich auch aus Dänemark verlangte in diesem Jahr einiges ab.
Kräftiger Westnordwestwind machte die Flensburger Förde zu einem sportlichen Warm-up. Wer sich gegen Wind und Wellen nach Langballigau hochkreuzen musste, bekam spätestens am Leuchtturm Kalkgrund zu spüren, warum die Förde bei diesen Bedingungen ihren Ruf hat. Kurze, steile Wellen fanden zuverlässig jede noch so kleine Undichtigkeit an Deck und im Ölzeug – trocken kam kaum jemand an.
Nicht nur die weiten Anreisen sind bemerkenswert, schaut man auf Read More
Freitag vor der Kieler Woche. Während anderswo hektisch die letzten Dosenpaletten gestapelt werden, wissen die Flensburger, dass es Wichtigeres gibt als den Blick nach Kiel: nämlich den Blick auf die eigene Förde – und auf ein Ereignis, das mehr ist als nur eine Regatta. Flensburger Dunkel. Ja, das Bier spielt eine Rolle. Aber eigentlich geht es um viel mehr: um Reinsegeln, um Dunkelheit, um Überraschungen – und um das ehrliche Glück, wenn kleine Boote groß rauskommen.
Denn das ist das eigentliche Geheimnis dieses Abends: Es ist fast immer das Fest der Kleinen. Die dürfen früher los, beim traditionsreichen Kängurustart. Um Punkt 18:00 Uhr schießt das erste Schiff über die Linie, irgendwann gegen 19:25 das rechnerisch schnellste. Danach beginnt die große Jagd – und die letzte Stunde wird zuverlässig zur engsten des Abends. Auf dem Wasser. Und manchmal auch in den Nerven.
Die Wetterfrösche hatten das passende Vorwort geliefert: „lummerig“. Passender kann man den Abend nicht beschreiben. Anfangs häufig schwachwindig, später vielleicht dicke Luft. Prognose: bis zu 8 Beaufort. Realität: später ja – aber die acht waren dann eher eine optimistische Zahl.
Während draußen auf See von uns glücklicherweise keiner mehr segelte, hatten die Retter in Langballigau nachts ordentlich zu tun. Sirenen gingen auch an Land mehrfach. Da waren wir allerdings schon längst wieder drin: nachgegrillt, abgetrocknet, in Kojen oder im Bett zu Hause. Fast alle. Einer unserer Gäste aus der Innenförde kämpfte sich nach der Siegerehrung noch solo und mit den letzten 5 Litern unter Diesel heimwärts gegen den Wind. Glücklicherweise stand am seine Frau am Steg bereit. Festmacherleine annehmen, aufatmen, Ende gut. Puh.
Und wir war es jetzt auf der Bahn? Nun ja – dies ist, zugegeben, die Perspektive eines Spätstarters. Also eher Boot kennenlernen als taktisches Meisterwerk.
Von Langballigau ging es zunächst entspannt nach Brunsnæs: Downwind, Sonne im Gesicht, Segeln wie im Prospekt. Dann Richtung Bockholmwik: Spi hoch, bei gutem Mittelwind Kotzgrenze ausreizen, wie es sich gehört.
Wer später kam, hatte es schwerer. Vor dem Hafen von Bockholmwik Halse, etwas weniger spitz – Kurs Café Drei. Die berühmte „Schwiegermutter“ wurde danach selbstverständlich nicht ausgelassen. Keine Förderegatta ohne sie.
Innenförde bedeutet traditionell: Hoffen, Tasten, Zweifeln. Unter dänischer Küste? Sieht nach Parkplatz aus. Also rüber Richtung Methmanns Villa – das Wasser kräuselte verheißungsvoll. Und erstmals dieses Jahr…seit drei Stunden: ein funktionierendes Echolot! Bei 2,75 Tiefgang hier jetzt ganz hilfreich.
Rechtzeitig Richtung Dalsgaard gelegt – und da rauscht sie an: eine J/109 mit schweinchenpinkem Gennaker, Schaum vorm Bug, stehende Peilung. Ende des bis dahin tapfer verteidigten Vorsprungs. Vor Dalsgaard dann doch noch einmal durchgesetzt, das übliche Abdeckspiel, ein paar mehr rote Quadratmeter helfen.
Bei Rinkenæs der Knick nach Schausende – „liegt die Tonne da überhaupt?“ fragte Hildburg am Nachmittag noch. Sie lag und das hat sie natürlich auch vorher abgesichert. Hier ging es rückwärts und wieder raus aus der Förde. Also vorsichtig zurück über Schiedenkind zur Tonne 8. Backbord liegen lassen, sagt die Bahnkarte. Für leichte Boote ein Anlieger. Für Tiefgangboote eine kräftige Banane und später spitz. Sehr spitz.
Dann das fiese Stück: grüne Tonne vor Egernsund. Flaute. Unser dicker Popo klebte fest im Wasser. Machtlos zuzusehen, wie selbst die letzten Verfolger sich vorbeischlängeln – seglerische Demut in Reinform.
Nur „Circus“ marschierte da durch, als hätte jemand für sie exklusiv den Wind eingeschaltet. Familiencrew, private Böe, beeindruckender Auftritt.
Ab hier wurde es zum J/109-Duell. Team Fahrensodde hielt sich zunächst vornehm zurück, doch auf der Flauenkreuz war Schluss mit höflich. Handbremse gelöst, es wurde gearbeitet und Uwe hatte das Nachsehen.
Irgendwann trugen auch wir unsere Kilos nach Nejsmølle und fielen ab Richtung Bockholmwik – letztes Leefass.
Versuch mit Genua, Außenschot – naja. Nebenan wieder der pinke Spi von Uwe, allerdings auch erkennbar kein Wundermittel. Schließlich der Entschluss: Leutnant, Tod sind wir sonst sowieso! Unser kleiner A3 kam hoch – und siehe da: Er zog. Ordentlich sogar. Man fragt sich manchmal, warum man solche Ideen nicht früher hat.
Auf der Zielkreuz ging dann noch etwas: einsammeln, aufholen, Schadensbegrenzung betreiben. Und vorne? Da wartete „Koralle“ als erste im Ziel – und musste bleiben. Denn beim Kängurustart gilt: Wer zuerst durchs Ziel geht, hat gewonnen. Punkt. Zur Belohnung darf man da bleiben und die Zieldurchgänge bis zum letzten aufschreiben. 2. Platz hat da auch seine Vorteile 😉 ORC 5, kurze Bahn, Koralle mal wieder vorne. Das ist die Dehler 31, eine Leichtwindrakete, aber eben auch erfahren gesegelt.
Es geht durchs Ziel. Segel einpacken. Bei uns geht auch der Motor wieder auf die westeuropäische Weise über die Motorelektroinik an. Ab nach L.A., leicht fröstelnd. Und dann, plötzlich, in der Hafeneinfahrt: Sauna. Als hätte jemand die globale Erwärmung kurzzeitig lokalisiert und genau hier angeschaltet. Warm, windstill, surreal.
Perfekt für das traditionelle Nachtgrillen. Alle satt, alle zufrieden – und die letzten konnten das aufziehende Gewitter bequem von der Clubhausterrasse aus bestaunen.
Die Siegerliste? Ebenfalls ein Klassiker:
Ganz vorne wieder einer, der das kann wie kaum ein anderer:
Calle Strömer (Irk Boockhoff) – lebendiger Beweis, dass auch „ältere“ Boote vorne mitspielen können. Dahinter „Fru Antje“ (Holger Jacobs/ Sven Fischer), die Bretterkiste mit Tempo. Und – für den Unterzeichner mit gemischten Gefühlen – auf Platz 3: Xirasol (Serjo Bender), eine unter anderem Namen ehedem bekannte X-332 aus Langballigau, die ausgiebig ihren Code 0 spazieren fuhr.
In den Gruppen:
ORC 1: „Circus“ vor den beiden J/109 von Timo Erps und Uwe Berthold.
ORC 2: Hinter der X-332 folgen „Kleines Haijaijai“ (Martin Lausen) und unsere freunde aus Bockholmwik „Fillipa“ (Jörg Mikoleit).
ORC 3: Nach „Fru Antje“ kam „Scandale“ (Carsten Reckweg) und „Pur Elle“ (Holger Elle) ins Ziel.
ORC 4: Hinter Calle Strömer „LaFe“ (Dirk Landfester) und „Charlotte“ (Ruben Worm).
ORC Express (mit Asyl für Spaekhugger): Explode4us/ Rainer Koch dominiert bei den Express, gefolgt von Ernst Kern („HermitdemschönenLeben“ – vermutlich ohne Funkgerät, aber mit Stil) und der Neuzugang Huggeren, ein Spaekhugger (Uli Dehn).
ORC 5/ Kurze Bahn: Nach „Koralle“ zeigen „Ghislaine“ (Roy Weissneberger) und „Obsession“ (Ralf Masorsky), was geht.
Besonders erwähnenswert: Stefan Voß, der nach Mastbruch nicht teilnehmen konnte, dafür aber mit dem RIB gefühlt überall gleichzeitig war und Hauke Bunks mit seinem Kameraequipment dahin brachte, wo die Sonne gut stand und die Perspektiven gut waren. Spektakuläre Bilder, dichter dran geht nicht. Ein bisschen Herzklopfen inklusive.
Und schließlich: Danke an Wettfahrtleiterin Hildburg Finkler, die mit kluger Bahnlegung nicht nur für spannende Rennen, sondern auch für erstklassige Fotomotive sorgte.
Zum Schluss bleibt nur eines:
Danke fürs Lesen der Regattaberichte aus diesem Blickwinkel. Nach rund 20 Jahren ist diese Perspektive jetzt ausgeschrieben.
Jochen-P. Kunze
Bilder: Thx to Hauke Bunks
Am 30. Mai stand mit dem IM-Jaich-Cup in Langballigau wieder einer der Höhepunkte der Regattasaison des YCLL auf dem Programm. Die traditionsreiche Veranstaltung wird von Hans Jaich und der IM-Jaich-Gruppe unterstützt und lockte erneut zahlreiche Seglerinnen und Segler auf die Flensburger Förde. Neben sportlichem Ehrgeiz warteten attraktive Preise auf die Teilnehmer: Verlost wurden drei Aufenthalte im IM-Jaich Hotel Bremerhaven.
Bevor jedoch an Preise zu denken war, mussten sich die 22 Crews zunächst auf der Regattabahn beweisen.
Bereits bei der Steuermannsbesprechung herrschte vor dem Clubhaus beste Stimmung. Nach der Begrüßung durch Sportwart Stefan Voss übernahm Hildburg Finkler die Regattaleitung. Mit viel Humor eröffnete sie die Veranstaltung und präsentierte den Regattakurs anhand eines selbstgebastelten Modells, das irgendwo zwischen Makramee-Arbeit und Schnittmuster angesiedelt war. Entsprechend erleichtert waren viele Skipper, als sie zusätzlich eine schriftliche Kursbeschreibung erhielten. Dennoch zeigte sich später, dass aufmerksames Lesen durchaus von Vorteil gewesen wäre: Mindestens eine Crew erreichte die erste Tonne zunächst auf Umwegen, bevor sie diese regelkonform runden konnte.
Pünktlich zum angekündigten Start um 10 Uhr versammelten sich die Boote vor der Startlinie. Während einige Crews noch hektisch Segel wechselten, zeigte sich schnell, dass die Bedingungen auf der offenen Förde deutlich Read More
Zum Auftakt des Pfingstwochenendes hieß es für den Yachtclub Langballigau: Leinen los und Kurs auf Mjelsvig! Bereits am Samstagmorgen zeigte sich der Himmel von seiner allerbesten Seite. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und ein herrlicher südlicher Segelwind sorgten zunächst für echtes Sommermärchen-Feeling auf der Flensburger Förde. Die Stimmung an Bord war bestens – Sonnenbrille statt Ölzeug lautete die Devise.
Doch wie das auf See manchmal so ist: Hinter dem Brautstein verließ den Wind plötzlich der Mut. Während die Segler noch hoffnungsvoll an den Schoten zupften, blieb die See spiegelglatt. Also musste kurzerhand der „Wind aus dem Tank“ aktiviert werden, denn die Öffnung der Sonderburger Brücke wartet bekanntlich auf niemanden.
Und wir waren nicht allein unterwegs. Offenbar hatten zahlreiche andere Crews denselben glänzenden Gedanken gehabt, das lange Wochenende Richtung Norden zu nutzen. So sammelten sich schließlich mehr als 35 Boote südlich der Sonderburger Brücke und warteten geduldig auf die nächste Öffnung. Stau im Alsensund – und das ganz ohne Baustelle oder Warnblinklicht. Statt hupender Autos gab es allerdings freundliches Winken, Klönschnack über die Reling und den ein oder anderen Kommentar zur Verkehrslage auf dem Wasser.
In Mjelsvig angekommen zeigte sich schnell: Hier hatten Harald und Irene ganze Arbeit geleistet. Die Liegeplätze waren perfekt vorbereitet, Kari dirigierte Read More
Full house im Grundhof- Krug. Nicht nur die Jahreshauptversammlung, sondern auch der gute Grünkohl waren attraktiv genug, den Saal ziemlich auszufüllen.
Eine ganze Zahl an Jubilaren ´konnten für 10-, 25- und sogar 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden.
Genauso schieben die unteren Jahrgänge stark nach: mit 8 neuen fördernden Mitgliedern wächst der Club trotz der beengten Verhältnisse und fehlender Entwicklung im Hafen von Langballigau weiter.
Besonderes Augenmerk richteten alle auf Max Riech, der als einer der ganz ganz alten Mitglieder für seinen lebenslangen Verdienst um den YCLL und seinen Einsatz beim Bau beider Winterlagerhallen und auch dem Clubhaus mit der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt wurde.

Der Vorsitzende Michael Krüger stellte die Bemühungen dar, im Jahr 2025 aktive Read More
Liebe Segelfreunde,
Barbara und Werner Drews laden uns am 8. Januar 2026 ein, sie auf ihrer Segeltour quer durch Schweden zu begleiten. Sie nehmen uns mit durch den wunderschönen Göta-Kanal und die vielen Schleusen mit ihrer Vento. Begleitet von fantastischen Fotos und spannenden Geschichten wird es sicherlich ein sehr schöner Abend. Bitte merkt euch diesen Termin vor und wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 8. Januar 2026.
Nachdem wir dankens
werterweise einen fremden Gastbeitrag zum Double Rundt bekommen haben (siehe nachfolgend) – von denen wir nicht genug bekommen können 😉 einmal unser kurzer Review aus Sicht des YCLL:
ERWARTUNG? ERFÜLLT
Wir sind ja so arrogant, dass wir für unsere events das beste Wetter beanspruchen. Bei Schwachwindstart, kurz darauf Böenwalzen mit 30+ Knoten Wind und diversen Regenfronten kann man jetzt sagen, das wir unter unseren Erwartungen geblieben sind.
Das wäre aber zu kurz gegriffen: Wir wollen eine fordernde Regatta, bei der sich alle auf den Grillteller und das Bier am Abend wie Bolle freuen – und nur noch die Erwartung die letzten Energiereserven aus dem Körper zieht, die man Read More
Gastbeitrag zum Double Rundt von Cord Hall, Co-Skipper auf X-332 SOPHUS und Organisator des Baltic 500:
Double Rundt die Dritte (für mich), und es zeichnet sich so langsam ein Muster in meinem Teilnahmeverhalten ab, denn ich komme alle 2 Jahre nach LA, segle immer mit anderen Booten und anderen Mitseglern.
Nachdem ich in 2021 mit Rasmus und der Sharifa noch das Double Rundt in die Dyvig gesegelt bin, war ich vor 2 Jahren mit meinem eigenen Boot und meiner Frau am Start.
Dieses Jahr sollte ich dann zusammen mit Jochen dessen X-332 SOPHUS über den Kurs prügeln, wodurch ich „unglücklicherweise“ den Geburtstag meiner Schwiegermutter verpasste – irgendwas ist ja immer. Das war es dann aber auch schon mit den Mustern, denn beim Wetter hatte ich bislang immer Glück und durfte bei strahlendem Sonnenschein segeln. Dieses Jahr…..naja. Da war noch Potential.
Samstag morgen, 0600, Kaffee kochen, Katzer füttern und dann ab auf die Bahn nach LA. Ist zum Glück noch nichts los und eine gute Stunde später rolle ich auch schon auf den erstaunlich leeren Parkplatz und gehe zum Skippersmeeting. Eine Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern erwartet gespannt die letzten Infos von Stefan und Hildburg, danach geht es zum Boot um die letzten Sachen auszustauen. 
Kurz nach 9 dann raus aus dem Hafen, und das übliche Vorstartprogramm abarbeiten. Segel hoch, Linie nehmen, Uhr stellen und Upwind Trimm einstellen. Dank etwas Motorunterstützung (natürlich vor dem Vorbereitungssignal) kommen wir rechtzeitig zur Linie und können fast rechtzeitig als luvwärtigstes Schiff starten. Hilft aber nur wenig, denn am anderen Ende der Linie haben die Konkurrenten auf der X-332 XALTY den ultimativen Read More
Frühjahr; erste Wochenendregatta in L.A., nachdem die Mittwochenabendsaison schon einen Monat läuft. Eventsponsor im-Jaich lädt zum gleichnamigen Cup, 32 Boote sind gemeldet. Die meisten aktiv aus LA, dem kleinen Verein mit den meisten ORC-Messbriefen im DSV und dem Clubhaus direkt am Strand.
Aber wie immer gesellen sich Spezialisten aus der Innenförde und DK dazu, die richtig Druck machen. Dieses Mal wieder die Jungs von der AUF SCHECKSBIER (X-79) aus dem FSC, die immer ordentlich abräumen und die wir gerne bei uns dabei haben.
Dann schon fast traditionell Peter Moisen mit seiner LYNX (Express), meist zu zweit segelnd; üblicherweise mit seinem Thomas, der gut ist für zwei. Thomas hatte keine Zeit, adäquater Ersatz war aber gefunden. Peter taucht dann mit Außenborder am Heck auf. Keine Ahnung, ob das ein Trimmittel ist oder eine leicht arrogante Zurschaustellung seiner Überlegenheit bei den Expressen. Denn so wie Stefan Voss mit seiner OM (Archambault A 35) gehört Peter zu denen, die in der Regel zum Abräumen vorbeischauen.
Highlight dieses Jahr schon wieder eine heiße Glitschkiste mit diesem sehr eigenwilligen Heck, nur dieses Jahr ist irgendwas anders…. Thorben Strube versorgt sich anscheinend ab jetzt alle paar Jahre mit einer immer einen Schritt größer werdenden Corby. Dieses Jahr mit einer 29er, die mit englisch/irischer Besatzungsstärke vom Heck bis zu den Wanten besetzt wird und alles, was Rang und Namen hat an Deck beschäftigt. Heißen tut sie mal wieder ELLI. Auf das Pirelli warten wir noch. Mal sehen, was die so kann…
Wie viele andere vielleicht erstmal einen Frühstart. Der Rückpfiff für alle kommt prompt. 10 Minuten später ein neuer Versuch und: Geht doch!
Der ungewöhnlich nördliche Wind verschafft den Anspruch einer kurzen Startkreuz von einer nicht unnötig langen Startlinie. Am Fass landen die üblichen Verdächtigen zuerst und auch die denen gegenüber kleine, aber doch offensichtlich potente Corby 29. Mit gutem Abstand zu dem schon jetzt deutlich voranfahrenden Stefan Voss mit OM kebbeln sich CIRCUS, SKUUM,
ELLI, JOKER und….SYLVA, die auch richtig gut vom Fleck kommt. Danach baut sich ein Feld auf, in dem mal wieder FRU ANTJE (Crest 910) richtig vorlegt.
Vom Luvfass in der Skelde Vig geht es schräg rüber zur Untiefe Neukirchen, ein langes Reachbein, dankbar für die Rüsselboote. Danach sollte es eigentlich nach der Wetterprognose eine Kreuz zu Middelgrund zwischen Broager-Land und Kegnaes gehen. Aber der Rechtsdreher kommt erst Stunden später, so dass das hier ein geschrickter Am Wind Kurs ist. Laaaangweilig!
Wir lesen den Namen „ELLI“ immer schlechter und denken: so ein Mist, was läuft die kurze Karre auch hier noch so gut? Bei Middelgrund wartet schon das Fotoboot mit Hauke und Lasse Bunks auf alle. Hier kann man mit hoffentlich frischer Frisur und Spi-Set noch für nette Actionbilder sorgen. Nicht jeder traut sich bei dem böigen Wind mit Mittelstärke bei 17kn zu der Zeit, ist der downer eben auch kein downer, sondern mehr ein reach. Ein Gruß an die Rüsselboote. Rausfahren konnten sie das aber meist dennoch nicht.
Es ging zurück nach Neukirchen, dann gegenüber die grüne Tonne bei Kragesand und an der Startlinie vorbei, wo die Wettfahrleiterin entspannt auch ein paar Fotos knipsen konnte. Der weitere Kursverlauf führte uns nach Bockholmwik. Wir sahen den TWA 110, wir sahen die Ylva ein gutes Stück voraus, ELLI zwischenzeitlich in angenehmer Distanz hinter uns. Jetzt bitte Tod oder Leutnant!
Unser pinker Mädchen Spi ging hoch (das ist der, der alles kann). Wir konnten ihn ohne Kontrollverlust halten. Aber geil ist was anderes, rechtzeitig vor dem Auflaufen am Flach in Bockholmwik ging er wieder runter. Ein Blick nach vorn: Gekostet hat es nix, gebracht aber auch nichts. Nach Bockholmwik stand die letzte Bahnmarke vorm Ziel an: Brunsnaes N an Steuerbord.
Wir legten sehr schnell auf Steuerbord Bug um, um keine Abwinde zu kassieren, etwas anderes als die Ylva zu machen und den reinsetzenden Strom für uns zu nutzen. Die Rechnung ging auf: Ylva und Joker kamen deutlich näher. Aber Ausknipsen ging nicht. Also ab und fix ins Ziel.
Kaum jemand konnte im Vorwegen so richtig genau vorhersagen, wo er platzierungstechnisch gelandet ist. Die eine oder andere Überraschung gab es dann doch. Bei den Expressen nicht so sehr: Peter führt zu zweit und mit Außenborder hinten dran die deutschen Starter vor.
Aber: Mit Benny Hansen taucht da ein weiterer Jugend-stern in LA auf, der schon richtig gut vorlegt und bei der Leistung bisher noch mal ganz groß rauskommen kann. Die Luft für Rainer und Crew (Explode4us) wird von unten und von oben dicker. Ohne Training geht nix.
Wer fröhlich sich an die Lage anpasst hat auch gut davon: Konstantin Neumann von der SYLVA zog alle Spis, die er hat mindestens einmal hoch an diesem Tag. Der Lohn; Nicht nur 1. in der Gruppe, sondern auch 2. über alles hinter Stefan Voss mit OM und das Boot, dass zeigt, dass auch alte Knochen rennen können: CALLE STRÖMER mit Irk Boockhoff
Last but not least: Das unser Vereinskapitän in seiner erst 2. Saison mit NIRWANA (First 36.7) aufs Treppchen kommt, das hat selbst ihn umgehauen. Wir sehen: Wer loslegt, sich Mühe gibt und was will; der kommt auch vorwärts und wird besser. Dafür machen wir den Kram hier ja schließlich auch…
Im Hafen aber erstmal Bierchen, Würstchen und Kartoffelsalat für alle. Entspannter Austausch unter blauem und sonnigem Himmel.
Hans Jaich kam höchstpersönlich mit Tochter als Losfee zur Preisverteilung und Verlosung.
3 Skipper gingen mit Champagner und ziemlich geilem Übernachtungsgutschein in einer der coolen Wasser-Destinationen von Firma Jaich an den Start. Wer also ohne Platz auf dem Treppchen nach Hause musste, der konnte mit etwas noch coolerem den Partner oder die Partnerin zu Hause überzeugen: Regattasegeln ist geil und zahlt sich aus!
Zur Verlosung gab es wie üblich unterschiedlich große Flaschen von vom Fass. Wir denken über coole Preise nach, die nichts mit Alkohol zu tun haben. So richtig fündig wurden wir bislang nicht – aber wenn du eine Idee hast…her damit!
So, wer hat´s gerockt?
ORC 1
ORC 2
- Sylva, Konstantin Neumann
- Sophus, Jochen-Patrick Kunze
- Elli, Thorben Strube
- Scandale, Carsten Reckweg
- Frau Antje, Sven Fischer
- Calina, Uli Dehn
ORC 4
- Calle Strömer, Irk Boockhoff
- Harlekin, Patrick Meyer
- Auf Schexbier, Nolas Barth
ORC Express
- Lynx, Peter Moisen
- Explode 4 us, Rainer Koch
- Explosiv, Benny Hansen
ORC 5
- Koralle, Frank Bitzer
- Ghislaine, Roy Weissenberger
- Carpe diem, Claudia Thelen Erichsen
Alle Ergebnisse gibt es hier:
Schöne Fotos gibt’s in der Galerie (runter scrollen) von Hauke Bunks (in diesem Beitrag) , Irk Boockhoff und Hildburg Finkler
Das geile Segeln geht weiter! Next stop ist das Flensburger Dunkel – im dunkeln um die letzten Tonne mit Crew und Känguruhstart. Danach grillen durch die Nacht. Meldung hier
Dann das erste Go4speed für Flensburger! Meldung auch über manage2sail bei den Langballigauern
Yachtclub Langballigau e.V.








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