Schiff an Land, Segler krank

Ganz so schlimm ist es nicht. Aber wir haben am 3. November wieder unsere konzertierte Aufslippaktion erfolgreich beendet. Bei anfangs niedrigem Wasserstand, kaltem Chill-Faktor und Morgennebel liess es sich anfangs nicht gemütlich an.

Zwischen 5:30 und 19:30 wurden alle Boote per Schlepp zum Kran gezogen, von einer erfahrenen 4-köpfigen Gurtmannschaft an den Kran gehängt und über das Hafenfeld von Langballigau in den auf einem Transportanhänger bereit stehenden Bock gehoben.

Im normalen Verkehrsfluss wurde die Slipaktion auf der Zuwegung zum großen Parkplatz von Langballigau mit Einweisern, Absperrern und Logistikpersonal eingepaßt.

Während die Allgemeinheit zum Fischbrötchen, Crepe/ Waffeln  oder dem letzten Eisessen  Langballigau besuchte, lieferten wir spannendes Rahmenprogramm zum Zuschauen. 7 Zugfahrzeuge verteilten die 83 Boote auf unseren Spezialanhängern in 7 unterschiedliche Winterlagerhallen in der Nähe. Zwischendurch kam noch eines zu Wasser, weil es im Herbst verkauft wurde.

Vor unseren Hallen wurden die Boote unmittelbar nach dem Auskranen mit Hochdruckreiniger abgespritzt und dann sauber entweder in die Clubhallen oder in die fremden Hallen gefahren. Dort wurde jeder Bock vom Anhänger gehoben, auf einen Verlegewagen gesetzt und die Tonnenlasten mit Menschenkraft sauber nach Hallenbelegeungsplan auf Ihre Position gestellt. Wer dabei zuguckt, bemerkt nur ein geschmeidig laufendes Uhrwerk. Der Vorbereitungsaufwand und die Kommunikation, die dahinter steht, ist aber beeindruckend. Gelegentliche Friktionen an den jeweiligen Arbeitsstationen lassen sich dennoch nicht ganz vermeiden. Jede Arbeitsstation ist abhängig davon, daß die Abläufe in der anderen zügig laufen. Hakt es irgendwo doch einmal, zieht sich das durchs System. Wir nutzen die Zeiten für einen Kaffee und Entspannung. Denn anstrengend bleibt der Job allemal. Deswegen freuen sich alle Teilnehmer über Unterstützung von aussen, Brötchen, Kuchen und warme Würstchen (240 dieses Jahr – Danke Dietmar!)  zwischendurch.

Die Abläufe haben sich durch unseren Erwerb der Flächen vom alten team-Baumarkt deutlich verbessert. Die Boote konnten parallel zur B199 an der HaGe vorbei zum Clubgelände gebracht werden. Die Seitenstreifen dieser Trasse konnten zusätzlich zum Zwischenparken von Booten, Böcken und Ausstattung genutzt werden. Alle Clubhallen sind voll belegt. Weitere Kapazitäten können in der alten Baustoffhalle des team-Baumarkts genutzt werden, die Harald und Uwe auch den Clubmitgliedern zur Verfügung stellt, die keinen Hallenplatz ergattern konnten. Die mit Abstand meisten Boote der YCLL-Mitglieder stehen damit konzentriert beieinander.

Clubleben findet immer mehr gemeinsam auch im Winter in unseren Hallen statt.

Vom Dunklen, über den Nebel, Mittagssonne bis ins Dunkle hinein…105 YCLL-Mitglieder stehen zusammen und schaffen es gemeinsam. Zum Abschluss wird im Hafen das Feld geräumt, die Poller wieder installiert, Bänke montiert, die Gurt-Crew-Gangway abmontiert und mit dem Böcke-Gabelstapler verladen und hoch zur Halle gebracht. Und auch dort geschehen die letzten Gemeinschaftsarbeiten zusammen. Wir sind stolz auf unsere Gemeinschaft und wir sind stolz auf unsere hervorragende Logistik. Gut gemacht Torben!

Weitere schöne Bilder von Hauke und Schorsch hier

 

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