Skagen Rund 22 – Havlys als stiller performer – Update Donnerstag Mittag

Die „schlimme Phase“ mit geilen Glitschen, aber auch Kälte, Nässe und der wiederkehrenden Frage: „Warum tue ich mir das hier an?“ ist vorbei. Nach kurzer Trocknungsphase, einmal durchschütteln und Wäscheklammern an der Reling beginnt der Nervenkitzel. Passend dazu: Abwechslung in der Lebensmittelversorgung. Heißer Kaffee z.B. ist ein total schönes Erlebnis nach 2 Tagen Ingwertee aus der Thermoskanne, echt Essen statt Plastiktüte mit Heisswasser drauf. Die Pantrys nehmen wieder ihre Basisfunktionen auf und die nassen Socken darüber müssen weichen.

Was passiert auf dem Racecourse?

In der ersten trockenen Nacht gab es für beide sehr wechselhafte Winde und für OM leider südlich Anholt eine kleine Parkpause in einem Streifen, während die lieben Mitspieler im Feld in Lee durchrutschten. Stefan fuhr weit östlich Richtung Seeland und legte möglicherweise genau im richtigen Moment um. Es ging in einem Bananenkurs runter Richtung Sejerö/ Sjaellands Odde. Die Wachen sind noch topmotiviert, ein genialer kleiner Gennakerschlag killte die verlorenen Meilen zu Maila und Rarotonga. Denen dürfte es im Genick jetzt wieder heiss werden. Es beginnt eine elend lange Kreuz Richtung Kiel. Aber: Die Stimmung ist gut!

Gegen 10:00 stand Havlys 9sm nördlich Anholt, nachdem auch sie in der Nacht fürchterlich in einem Flautenloch eingeparkt sind. Um 7:00 morgen waren sie immer noch im Nahbereich von Laesö, aber südöstlich. Havlys lief östlich an Laesö vorbei, während der aktuell nächste Gegenspieler, die größere Bar Central ohne sichtbaren Erfolg westlich vorbei ging. Ralf erhofft sich einen generell günstigeren Ansatz bei der Stromtaktik. Alle an Bord sind müde im Gesicht, aber alle sind sich einig: Das Leben an Bord und das Segeln ist schön!

Aktueller Standort von beiden:  Havlys bleibt mit einem leichten Westschwenker auf Distanz zu jütländischen Küste und steht jetzt zwischen Anholt und Grenaa. Om ist durch die östliche große Belt Brücke durch und scheint etwas reduzierten Gegenstrom an Langelands Nordspitze zu suchen. Vor ihr Maila, Frida und Hinden, die sich an der Ostküste Langelands sehr dicht unter Land gen Süden bewegen.

Aus hier jetzt unerfindlichen Gründen steuert die Wappen von Bremen der SKWB als einzige mittig in den großen Belt. Die J 111 Piranha hat sich beeindruckend gut von dem Feld der vergleichbaren Boote abgesetzt.

Aktuelles Ranking von OM: 3. in ORCc 3 hinter X-37 Maila und der gesegelt weit hinten liegenden Oromocto, einem sehr schön restaurierten Holz-Klassiker.

Aktuelles Ranking von Havlys: 1. in ORCc4! vor der überaus Offshore erfahrenen Sagitta des ebenfalls Flensburger Tilmar Frank.

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