Gas Geben im August! Teil 1

Wieder derbe: Der Nordstadtwerke Cup 21

Letztes Jahr kachelte es schon satt zum Nordstadtwerke Cup. Wir erinnern uns an gelungene Bilder von Unterwasserschiffen oben und Spinnakern unten. Auch dieses Jahr gab es genug Wind. Mark Luther vom Nordischen Fokeboot Surprise berichtet:

Am Samstag den 28.8.2021 freute sich die Langballigauer Regattaszene plus diverse Gäste aus anderen Clubs auf die letzte Regatta der Saison 2021 des YCLL. Auch der Fernsehsender Yachtclub Langballigau TV war mit dabei, konnte aber aufgrund fehlender Kamerafrau diesmal keine verwertbaren Clips drehen. Corona-konform und -bedingt musste leider das legendäre Brückenfest ausfallen, was aber die Stimmung vor, während und nach der Regatta nicht fallen ließ. Man freut sich ja mittlerweile über die Dinge, die trotz Corona möglich sind.

Bei der Skipperbesprechnung um 9:30 Uhr hatte der Morgentau wegen des frischen Windes schon keine Chance mehr.Der startete Tag erfreulich trocken. Die letzten Infos & Details für die Wettfahrten wurden von Regattawart Stefan Voß ausgegeben – es wurden 16-20 Knoten Wind erwartet. Parallel legte sich das Startboot „Nike“ auf die Startlinien-Position vor Bockholwik. Eses gab eine schön ausgelegte Up & Down Bahn in Richtung Brunsnæs mit sehr gut erkennbarer Wendemarke bei nördlichen Winden.

Einige Teilnehmerboote wurden noch während der Skipperbesprechung völlig ausgeräumt, so dass ein anderes Boot am Steg gesichtet wurde, in dem die komplette Urlaubs-Ausrüstung einer Dehler 29 untergebracht sein soll. Hier hat der Eigner dann noch kurzfristig den Wasserpass nachjustieren müssen.

Das Startboot musste ohne Abstandshaltertonne das gesamte Start-Procedere durchziehen, weil die Tonne nicht wirklich einsatzbereit war. Die Ankerleine der Tonne wurde auf der Calle Strömer als Motorbremse zweckentfremdet und hatte sich um den Propeller gewickelt. Das konnte natürlich nicht mehr im Meßbrief berücksichtigt werden, so dass die Ohlsen 8:8 weit unter ihren Möglichkeiten segeln musste.

Der erste Start um 11:00 Uhr erfolgte dennoch pünktlich und die Gruppen ORC 1-3 gingen hart am Wind auf die Bahn. Beim zweiten Start um 11:05 Uhr war die „Einsteiger“- Gruppe ORC 4 (ohne Spi) zwar nur mit 5 Booten besetzt, was aber nicht bedeutete, dass der Start entspannter verlief. Auch hier gab es packende Duelle, Finten und Luvkämpfe noch vor der Startlinie. Hier werden wohl einige Teilnehmer in der kommenden Saison mal in die ernsten Gruppen wechseln dürfen.

Während die ORC4 Gruppe noch mit dem Kreuzen zur Luvtonne beschäftigt war, wurden die ersten Spinaker und Genaker gesetzt, so dass es auf der Bahn zunehmend enger wurde. Gerade die Manöverfestigkeit der Crews war heute bei dem doch stark böigen Wind gefordert. Wertvolle Sekunden konnten verschenkt oder gewonnen werden. Dabei kam es auch zum typischen Kampf Mensch gegen Spinnakerbaum, bei dem sich auch mal der Verschlußbolzen mit dem Zeigefinger verbrüderte. Das Wichtigste für jeden Skipper ist natürlich, dass die Segel dabei keine roten Flecken bekommen. Es sieht einfach nicht nur unschön aus, sondern irritiert auch alle anderen Boote auf der Bahn.

Zum Teil wurde mit dem Messer zwischen den Zähnen gesegelt, während andere mit Überläufern kämpften, so dass es leider auch zu einer Karambolage kam, bei der es aber glücklicherweise nur Materialschaden gab und beide Crews gesund und unverletzt blieben. Die beiden Boote konnten noch die gesamte Regatta zu Ende segeln. Beide Skipper konnten ohne Protest fair und partnerschaftlich die Lage klären, Langballigau -Segeln halt. Hierbei wurde auch festgestellt, dass Heckkörbe, Seezaun oder auch Relingstützen überbewertet werden.

In der ORC 1 Gruppe in der nur 2 Boote gestartet sind, konnte sich die OM gegen die Sweven durchsetzen, obwohl auf der OM ein schnelles MOB (Mensch über Bord) Manöver gefahren werden musste, da ein Crewmitglied in der Hitze des Gefechtes auf dem Vorschiff eine Abkühlung brauchte. Hut ab vor diesem  Manöver! Es ging rasend schnell glücklicherweise herrschten Ende August noch angenehme Badetemperaturen in der Außenförde.

Interessanter fun fact am Rande: Die Sweven ist bei beiden Regatten die Bahn in absolut gleicher Zeit gesegelt!

Ergebnisse ORC 1:

1. Platz: OM, Stefan Voß

2. Platz: Sweven, Anton Mikoleit

3. Platz Tösen, Henning Uck

 

Ergebnisse ORC 2:

Nicht nur in der ORC 2 Gruppe sondern auch in der Gesamtwertung über alle Wettfahrten und Gruppen gab es einen Sieg der Nailed it! eine Corby 26 vom Hamburger Segel Club gegen die Lokalmatadoren aus Langballigau. Mit dabei Eigner und match race Experte Thorben Strube und die berühmt berüchtigten Gurgel-Brüder vom HSC. Die Gruppe selbst war sehr gemischt Gruppe mit einer Skancap 99 oder Maxi999 in der auch die einzige X-79 segelte – im nächsten Jahr soll es gerne wieder eine eigene X-79-Gruppe geben!

1. Platz: Nailed it!, Thorben Strube

2. Platz: ScanDale, Carsten Reckweg

3. Platz: Alter Schwede, Uwe Berthold

Ergebnisse ORC 3:

In der ORC 3 Gruppe zeigte sich, dass richtiges „Langkieler-Wetter“ auf der Außenförde war. Die Lord Helmsmann „Harlekin“ konnte sich im Kampf mit der Crest 910 „Fru Antje“ durchsetzen. Auf Platz 3 die Calle Strömer, die Teile der Abstandshaltertonne im Schlepptau hatte.

1. Platz: Harlekin, Helmut Andresen

2. Platz: Fru Antje, EG Jacobs/ Fischer

3. Platz: Calle Strömer, Irk Boockhoff

Ergebnisse Albin Express:

Neben den Guest stars aus Hamburg auch hier echte Prominenz auf der Bahn. In der Albin Express Klasse konnte die „Fräulein P.“ mit dem amiterenden deutschen Meister und -qua Staatszugehörigkeitn verhinderten Dänischen Meister- Jan Brink und seiner Crew mit einem Doppelsieg den 1.Platz zementieren und die Verfolger „Joe Cool“, „Explode4us“ und die „Saufexpress“ auf die Plätze verweisen.

1. Platz: Fräulein P, Jan Brink

2. Platz: Joe Cool, Timo Erps

3. Platz: Explode4us, Rainer Koch

Ergebniss ORC 4 „ohne Spi“

In der „No Spi“ Gruppe ORC 4 konnten sich die klassischen Linien des nordischen Folkebootes „Surprise“ gegen die moderneren First Yachten durchsetzen. Im Zweikampf der beiden First Yachten in der Gruppe hatte die „Kleines Haijaijai“ die Nase vor der „Iltschi“ im Ziel.

1. Platz: Surprise, Mark Luther

2. Platz: Kleines Haijaijai, Luise Lausen-Jung

3. Platz: Iltschi, Stefan Neubert

Gesamtsieger

In der Gesamtwertung über alles hat die neu auf der Förde segelnde Ex-Irin Nailed it! (Corby 26) den 1. Platz ersegelt und damit auch das größte Bierglas am Bierpilz ergattert!

Vielen Dank auch hier noch einmal für die gesamte Organisation des Events inkl. des Bierpilzes, an dem in Kleingruppen unter freiem Himmel und Corona-konform die gesamte Regatta bis ins kleinste Detail analysiert und Regattaszenen nachgestellt wurden.

Wir freuen uns über die tollen und sportlichen Bilder von Hauke Bunks, der mit dem Steuermann Klaus Scharf packende Momente auf der Bahn festgehalten hat (siehe Galerie, fb und Insta)

Damit ist das Regattageschehen zu Wochenendregatten für die Saison 2021 im Yachtclub Langballigau auch beendet. Wir absolvieren noch bis Ende September die Mittwochabendregatta-Serie, zu der auch Segler von auswärts herzlich willkommen sind.

Wir freuen uns auch, Euch in 2022 wieder zu treffen!

Ergebnisse (ruhig Blut- nach dem Segeln kommen sie)

 

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